Die Krise im Bild I

Detroit was the dazzling symbol of the American Dream City with its monumental skyscrapers and fancy neighborhoods.

The ruins of Detroit


5 Antworten auf „Die Krise im Bild I“


  1. 1 dm 02. September 2009 um 8:25 Uhr

    das sind nicht die auswirkungen der finanzkrise sondern der konkurrenz in der automobilproduktion an sich, also kapitalistischer normalbetrieb. in detroit sieht es seit vielen jahren so aus, ist so in etwas das ruhr-gebiet auf amerikanisch und autobauisch anstatt deutsch und kohleabbauisch wenn du weisst was ich meine ;)

  2. 2 Tioum 02. September 2009 um 13:53 Uhr

    1. Von Finanzkrise hat hier niemand gesprochen. Das ist ein ebenso untauglicher wie ideologischer Begriff, der nicht bloss die strukturellen Probleme der Kapitalakkumulation ausser acht lässst, sondern auch die Finanzsphäre für die momentane Misere verantwortlich macht.

    2. Kannst du mir erklären, was genau die Differenz zwischen Normalbetrieb und Krise ist und wieso du die aktuellen Entwicklungen in der Automobilindustrie dem ersteren zuschlägst? Eine strukturelle Krise zeichnet sich gerade im Automobilsektor doch schon seit Jahr und Tag ab, das verbucht man dann unter Normalbetrieb, weil die Verheerungen für die ArbeiterInnen zum Kapitalismus gehört: Tatsächlich sind diese Prozesse doch Prozesse der stockenden Akkumulation gewisser Kapitalteile und damit sowas wie eine partielle Krise. Das ist dann aber erstmal bloss eine semantische Frage.

    3. Der Vergleich zwischen Ruhrgebiet und Detroit hinkt. Es besteht ein Unterschied in der Sache, ob man es mit einem Niedergehenden Industriezweig zu tun hat oder ob der Industriesektor weltweit zu den aktuell wichtigsten zählt und der Niedergang einer ganzen Stadt auf der Überproduktion in diesem Sektor beruht.

  3. 3 bigmouth 02. September 2009 um 15:38 Uhr

    „niedergehend“ ist kohle fördern im ruhrgebiet aber auch nur, weil es da teuer ist, was sowohl an den technsichen erfordnerissen als auch der lohnhöhe liegt, und anderswo genug kohle für den globalen kaufkräftigen bedarf billiger zu fördern ist. da spielt überproduktion also auch eine rolle. kohle fördern ist global gesehen mit sicherheit kein „niedergehender industriezweig“, sondern ein sehr stabiler mit wachstumsaussichten

    „World coal consumption was about 6,743,786,000 short tons in 2006 and is expected to increase 48% to 9.98 billion short tons by 2030″

  4. 4 Tioum 02. September 2009 um 17:32 Uhr

    Stimmt.

  5. 5 dm 03. September 2009 um 8:59 Uhr

    ich bin halt auf deinen titel angesprungen und dachte du meintest die finanzkrise; krise des finanzgeschäfts, das gerade stockt und steht.

    „Eine strukturelle Krise zeichnet sich gerade im Automobilsektor doch schon seit Jahr und Tag ab, das verbucht man dann unter Normalbetrieb, weil die Verheerungen für die ArbeiterInnen zum Kapitalismus gehört“

    korrekt, ausser dass es nicht den ganzen sektor betrifft, sondern vorallem europäisch/amerikanische automobilproduktion, anderenorts sind das durchaus noch wachtumssektoren. das ist ja auch eine weile her im ruhrpott.

    bei deinem dritten punkt sehe ich weder ruhrpott noch detriot von beiden kriterien ausgenommen.

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